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Vereinsfahrt 2011

Sportschützen der Südthür. SVgg. auf interessanter Erkundungstour in der Landeshauptstadt Erfurt

Wieder einmal konnten unsere Mitglieder feststellen, wie schnell ein Jahr vergeht, denn die alljährliche Jahresabschlussveranstaltung im Schützenverein war herangerückt.
Da wir versuchen unseren Mitgliedern ein buntes Programm zu präsentieren, aber die Geschichte Thüringens nicht außen vor lassen wollten, wurde beides gekonnt miteinander verknüpft.

Zunächst ging es mit einem modernen Reisebus und einem überaus netten Fahrer der Firma Gröschel nach Erfurt. Wie auch in den vergangenen Jahren wurde auch in diesem Jahr der Tag unserer Abschlussfahrt von schönstem Wetter begleitet.
Die erste Station in Erfurt war eine Stadtrundfahrt mit einer historischen Straßenbahn, der Geburtstagsbahn, und einem anschließenden Gang über die einzigartige Krämerbrücke. Durch den Stadtführer, welcher sein Metier hervorragend beherrschte, erfuhren wir nicht nur bei der Rundfahrt so manch Interessantes aus der Geschichte und Gegenwart Erfurts, sondern konnten auch so einige pikante Episoden zur Kenntnis nehmen.

IMG_2004Nach der gut zweistündigen Tour war der Gang zu Kaffee und Kuchen angesagt. Im Café Paparazzi war die Tafel für uns schon gedeckt und bei köstlichem Kuchen aus der hauseigenen Bäckerei und einem hervorragendem Kaffee konnten wir uns erst einmal etwas ausruhen, bevor es zur nächsten Etappe ging.
Da noch etwas Zeit verblieb, wurde diese kurz und bündig von einigen Vereinsmitgliedern für einen schnellen Gang durch den Mariendom und die Severikirche genutzt.

In der Zwischenzeit war es auch schon dunkel geworden, aber das sollte uns nicht stören, brachte es doch viele schöne Effekte beim Blick über die Landeshauptstadt oder zum Dom.
Als dann unser nächster Stadtführer da war, wurde es erst mal wieder etwas anstrengender, denn zunächst mussten wir gut 30 Meter Höhenunterschied zu Fuß überwinden, um auf die Zitadelle Petersberg zu gelangen.
Auf dem Ravelin Peter, zu Deutsch ein Wallschild, angekommen, erfuhren wir viel Historisches zur Entstehung der Zitadelle und konnten uns auch im Innern, z. B. bei der Besichtigung der Wachstube und einer Ausstellung, einen guten Überblick über die Festung verschaffen. Der Stadtführer, oder sollte man hier wohl besser Festungsführer sagen, verstand es ebenfalls hervorragend, bis ins Detail gehende Erläuterungen für alle Teilnehmer verständlich und spannend an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

IMG_2096Nach dieser Besichtigung ging es erst einmal wieder an die frische Luft oberhalb der Bastion Leonhard, von der sich ein fantastischer Blick über die Landeshauptstadt und den Domplatz bot.
Da wir mit unserer Tour aber noch lange nicht am Ende waren, hieß es nun schleunigst zurück, um unterhalb der Bastion Kilian die Minengänge zu besichtigen.
Nach einer Erläuterung zur Entstehung und Nutzung dieser Minengänge, ging es eine ganze Reihe steiler Stufen hinab, bevor die sehr gut erhaltenen Katakomben besichtigt werden konnten. Besonders beachtenswert war z. B. auch der Hinweis, dass erst diese Gänge gebaut wurden, bevor darüber die Festungsmauern errichtet wurden und dass der an der Decke befindliche Putz noch vollkommen im Original aus der Bauzeit im 17. Jahrhundert stammt.
Zunächst gelangten wir unterhalb der Bastion Kilian und des Eingangsportals zur Bastion Leonhard und von dort zur Bastion Philipp. Da ging es wieder nach oben an die Luft und über die Bastion Franz, vorbei an der ehemaligen Klosterkirche St. Peter & Paul, sowie der Defensionskaserne zum Endpunkt unserer zweistündigen Exkursion.

Nun hatten wir uns ein zünftiges Abendessen verdient, und nach einem kurzen Marsch gelangten wir zum Restaurant Andreas-Kavalier. Dort wartete schon ein reichhaltiges Buffet mit Original Thüringer Küche nach Rezepten aus Großmutters Zeiten auf uns.
Als nicht vorher geplanten Kulturteil, wurden wir dann noch überraschend Ohrenzeuge eines Superauftritts von Josa, einem jungen Blues-Musiker, der dem Andreas-Kavalier mit seiner Live-Musik nicht nur ein volles Haus bescherte, sondern auch noch einem großen Teil unserer Mitglieder recht gut gefiel.
Leider hat auch jeder schöne Tag mal ein Ende und da wir ja mit unserem Reisebus wieder zurück nach Suhl mussten, konnten wir nicht das Ende der Livemusik abwarten.

Nach einem schönen und erlebnisreichen Tag kamen wir gegen Mitternacht wieder in Suhl an und man kann beruhigt feststellen, dass die Abschlussfahrt 2011 für alle Teilnehmer ein absoluter Volltreffer war und es für den Vorstand von Jahr zu Jahr schwerer wird, an die vergangenen Abschlussfahrten anzuknüpfen um eine neue Jahresabschlussveranstaltung zu organisieren.

Mehr Bilder gibt es wie immer in unserer Galerie.