20. Internationale Wittenberger Schießsporttage
Vom 8. bis 16. Mai fanden in diesem Jahr mittlerweile die 20. Internationalen Schießsporttage im brandenburgischen Wittenberge statt.
Bereits zum achten Male nahmen auch Schützen aus Südthüringen teil. Unter der Schirmherrschaft der Südthür. SVgg., wieder verstärkt durch Sportler der SG Meiningen und der SG Oberstadt, ging die weitestgehend traditionelle Gruppe von Sportschützen auf die lange Reise von Suhl nach Wittenberge.
Am 8. Mai ging es deshalb schon sehr früh am Morgen vom Schießsportzentrum Suhl-Friedberg los. Bei kühlen Temperaturen hieß es, Bus beladen und ab ins 450 km entfernte Wittenberge, jenseits der Elbe.
Dort angekommen, ging es nach einer kurzen Pause und einer kleinen Stärkung zum Wettkampf mit dem KK-Sportgewehr in der Disziplin 60 Schuss liegend und für die Pistolenschützen zum Schießen mit der KK-Sportpistole 30/30 Schuss.
Im Liegendkampf konnte Sebastian Traut mit 581 Ringen ein recht akzeptables Ergebnis erzielen, in der Endwertung reichte es dann aber damit leider nur für Platz 11, welches einmal mehr die starke Konkurrenz herausstellt, die an den Start ging.
Die beiden anderen Kämpfer der Mannschaft, Daniela Radvan und Dr. Fritz Schmidt erreichten mit 563 bzw. 569 Ringen nicht ganz ihr persönliche Zielstellung für diesen Wettkampf. Die elektronische Anzeige meinte es in diesem Jahr nicht gerade gut mit unseren Schützen, denn es erschienen leider zu oft die 9,9 auf dem Monitor. Dies ist für einen Sportschützen einfach zu ärgerlich, aber so ist der Schießsport - kleinste Ungenauigkeiten beim Zielen und schließlich bei der Auslösung des Schusses werden sofort hart "bestraft". Damit erreichte die Mannschaft mit 9 Ringen Rückstand zu einem Podestplatz auch nur die Holzmedaille für den 4. Platz.
Bei den Sportpistolenschützen reichte es in diesem Jahr leider auch nur zum 5. Rang. Die Mannschaftsmitglieder Kerstin Holzhausen, Jörg Günzler und Dr. Jürgen Daniel, sowie Bernd Hoffmann als Einzelkämpfer hatten ebenfalls nicht ihren besten Tag erwischt und landeten nur im Mittelfeld. Trotzdem hieß es nicht verzagen, und der Spaß durfte schließlich auch nicht zu kurz kommen.
Nach dem ersten Wettkampf ging es daher erstmal in ein Eiscafé, um die beim Schießen verheizten Kalorien wieder zu ergänzen. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt für die Neulinge unter den diesjährigen Teilnehmern, wurde sich in der Unterkunft im Schützenhaus der Wittenberger Schützengilde von 1582, welcher wieder einmal ein hervorragender Gastgeber war, auf die Einnahme des Abendessens vorbereitet.
In diesem Jahr wollte man mal dem "Steakhouse" einen Besuch abstatten, nachdem im Vorjahr die Mücken am Elbhafen von Wittenberge unsere Teilnehmer mächtig geärgert hatten. Bei den kühlen Temperaturen in diesem Jahr wäre dies zwar sicher nicht wieder passiert, aber in einer gut temperierten Gaststätte ist es bei den diesjährigen kühlen Frühlingstemperaturen auch angenehmer. In einer gemütlichen Runde ließen wir den Tag dann ausklingen.
Nach einem guten Frühstück wurde der Wettbewerb mit den Druckluftwaffen in Angriff genommen. Die Gewehrmannschaft erreichte hierbei auch leider nur einen 5. Platz. Unser Trumpf im LG-Schießen, Nadja Hille, war nämlich zum 41. Grand Prix of Liberation in Plzen/CZ im Einsatz und konnte dort mit guten 392 Ringen aufwarten. Somit fehlte diese sichere Bank für eine bessere Platzierung unserer Mannschaft. Sebastian Traut erreichte mit 377 Ringen einen 2. Platz in der Einzelwertung der Schützenklasse und damit auch den einzigen Medaillenplatz für unsere teilnehmenden Sportschützen in diesem Jahr.
Daniela Radvan erzielte zwar mit 374 Ringen ein für sie sehr gutes Ergebnis, welches allerdings auch nur für einen 4. Platz reichte. Zu beachten ist jedoch, dass sie in der Damen-Klasse starten musste, also eine Klasse höher, da kein Wettbewerb in der Damen-Altersklasse ausgeschrieben war. Der Anspruch dieser Wettbewerbe läßt sich nicht nur allein an der Tatsache erkennen, daß man für einen Sieg mit dem Luftgewehr bei den Damen mehr als 397 (!) Ringe hätte erzielen müssen.
Dr. Fritz Schmidt erreichte bei den Altersschützen den 5. Platz, hatte aber mit nur 351 Ringen sichtliche Formprobleme. Mit hoher Wahrscheinlichkeit zehrt die Verantwortung für Organisation und Transport an der Konzentrationsfähigkeit und Kondition bei Fritz.
Bei den Pistolenschützen erreichte Kerstin Holzhausen sehr gute 365 Ringe, welche allerdings auch nur für einen undankbaren 4. Platz reichten. Auch sie mußte als Schützin der Damen-Altersklasse in einer höheren Wettkampfklasse starten.
Bernd Hoffmann erzielte mit 359 Ringen auch ein akzeptables Ergebnis, musste allerdings als Senior auch in einer höheren Klasse starten, wo er mit seinem Ergebnis Platz 8 erreichte, was allerdings bei einer Konkurrenz wie z. Bsp. Günter Hettig und Jens Potteck bestimmt keine Schande ist.
Jörg Günzler als dritter Mannschaftsschütze konnte mit 348 Ringen leider nicht an seine gewohnte Form anknüpfen. Die Mannschaft erkämpfte damit leider, trotz hohem kämpferischem Einsatz und guter Leistungen aller Schützen, nur einen 6. Platz.
Im Schießsport ist oft die Tagesform entscheidend und dies ist wohl auch das Schöne am Sport im Allgemeinen, dass nur der wirklich Beste gewinnt.
Auch wenn wir, im Gegensatz zum Vorjahr, nur einen Pokal mit nach Hause nehmen konnten, wird es uns sicher nicht davon abhalten, im nächsten Jahr wieder in Wittenberge den sportlichen Wettstreit zu suchen.
Gegen Mittag traten wir dann am Sonntag wieder die lange Heimreise an, traditionell verbunden mit einem Abstecher in Tangermünde. Seltsamerweise herrscht in diesem Städtchen immer ein angenehmes Wetter, wenn wir dort auf unserer Rückreise einen Zwischenstopp einlegen. So konnten wir an der Elbpromenade einige warme Sonnenstrahlen genießen, bevor es nonstop in das nasskalte Suhl bis zum Schießsportzentrum Suhl-Friedberg zurück ging.
Dort gut angekommen bedankten sich alle Teilnehmer mit einem herzlichen und kurzen Applaus beim "Kutscher" und Organisator dieser Wettkampftour, welchen dieser gerne zur Kenntnis nahm.
Protokoll Schießsporttage Wittenberge 92.82 Kb
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Bereits zum achten Male nahmen auch Schützen aus Südthüringen teil. Unter der Schirmherrschaft der Südthür. SVgg., wieder verstärkt durch Sportler der SG Meiningen und der SG Oberstadt, ging die weitestgehend traditionelle Gruppe von Sportschützen auf die lange Reise von Suhl nach Wittenberge.
Am 8. Mai ging es deshalb schon sehr früh am Morgen vom Schießsportzentrum Suhl-Friedberg los. Bei kühlen Temperaturen hieß es, Bus beladen und ab ins 450 km entfernte Wittenberge, jenseits der Elbe.
Dort angekommen, ging es nach einer kurzen Pause und einer kleinen Stärkung zum Wettkampf mit dem KK-Sportgewehr in der Disziplin 60 Schuss liegend und für die Pistolenschützen zum Schießen mit der KK-Sportpistole 30/30 Schuss.
Im Liegendkampf konnte Sebastian Traut mit 581 Ringen ein recht akzeptables Ergebnis erzielen, in der Endwertung reichte es dann aber damit leider nur für Platz 11, welches einmal mehr die starke Konkurrenz herausstellt, die an den Start ging.
Die beiden anderen Kämpfer der Mannschaft, Daniela Radvan und Dr. Fritz Schmidt erreichten mit 563 bzw. 569 Ringen nicht ganz ihr persönliche Zielstellung für diesen Wettkampf. Die elektronische Anzeige meinte es in diesem Jahr nicht gerade gut mit unseren Schützen, denn es erschienen leider zu oft die 9,9 auf dem Monitor. Dies ist für einen Sportschützen einfach zu ärgerlich, aber so ist der Schießsport - kleinste Ungenauigkeiten beim Zielen und schließlich bei der Auslösung des Schusses werden sofort hart "bestraft". Damit erreichte die Mannschaft mit 9 Ringen Rückstand zu einem Podestplatz auch nur die Holzmedaille für den 4. Platz.
Bei den Sportpistolenschützen reichte es in diesem Jahr leider auch nur zum 5. Rang. Die Mannschaftsmitglieder Kerstin Holzhausen, Jörg Günzler und Dr. Jürgen Daniel, sowie Bernd Hoffmann als Einzelkämpfer hatten ebenfalls nicht ihren besten Tag erwischt und landeten nur im Mittelfeld. Trotzdem hieß es nicht verzagen, und der Spaß durfte schließlich auch nicht zu kurz kommen.
Nach dem ersten Wettkampf ging es daher erstmal in ein Eiscafé, um die beim Schießen verheizten Kalorien wieder zu ergänzen. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt für die Neulinge unter den diesjährigen Teilnehmern, wurde sich in der Unterkunft im Schützenhaus der Wittenberger Schützengilde von 1582, welcher wieder einmal ein hervorragender Gastgeber war, auf die Einnahme des Abendessens vorbereitet.
In diesem Jahr wollte man mal dem "Steakhouse" einen Besuch abstatten, nachdem im Vorjahr die Mücken am Elbhafen von Wittenberge unsere Teilnehmer mächtig geärgert hatten. Bei den kühlen Temperaturen in diesem Jahr wäre dies zwar sicher nicht wieder passiert, aber in einer gut temperierten Gaststätte ist es bei den diesjährigen kühlen Frühlingstemperaturen auch angenehmer. In einer gemütlichen Runde ließen wir den Tag dann ausklingen.
Nach einem guten Frühstück wurde der Wettbewerb mit den Druckluftwaffen in Angriff genommen. Die Gewehrmannschaft erreichte hierbei auch leider nur einen 5. Platz. Unser Trumpf im LG-Schießen, Nadja Hille, war nämlich zum 41. Grand Prix of Liberation in Plzen/CZ im Einsatz und konnte dort mit guten 392 Ringen aufwarten. Somit fehlte diese sichere Bank für eine bessere Platzierung unserer Mannschaft. Sebastian Traut erreichte mit 377 Ringen einen 2. Platz in der Einzelwertung der Schützenklasse und damit auch den einzigen Medaillenplatz für unsere teilnehmenden Sportschützen in diesem Jahr.
Daniela Radvan erzielte zwar mit 374 Ringen ein für sie sehr gutes Ergebnis, welches allerdings auch nur für einen 4. Platz reichte. Zu beachten ist jedoch, dass sie in der Damen-Klasse starten musste, also eine Klasse höher, da kein Wettbewerb in der Damen-Altersklasse ausgeschrieben war. Der Anspruch dieser Wettbewerbe läßt sich nicht nur allein an der Tatsache erkennen, daß man für einen Sieg mit dem Luftgewehr bei den Damen mehr als 397 (!) Ringe hätte erzielen müssen.
Dr. Fritz Schmidt erreichte bei den Altersschützen den 5. Platz, hatte aber mit nur 351 Ringen sichtliche Formprobleme. Mit hoher Wahrscheinlichkeit zehrt die Verantwortung für Organisation und Transport an der Konzentrationsfähigkeit und Kondition bei Fritz.
Bei den Pistolenschützen erreichte Kerstin Holzhausen sehr gute 365 Ringe, welche allerdings auch nur für einen undankbaren 4. Platz reichten. Auch sie mußte als Schützin der Damen-Altersklasse in einer höheren Wettkampfklasse starten.
Bernd Hoffmann erzielte mit 359 Ringen auch ein akzeptables Ergebnis, musste allerdings als Senior auch in einer höheren Klasse starten, wo er mit seinem Ergebnis Platz 8 erreichte, was allerdings bei einer Konkurrenz wie z. Bsp. Günter Hettig und Jens Potteck bestimmt keine Schande ist.
Jörg Günzler als dritter Mannschaftsschütze konnte mit 348 Ringen leider nicht an seine gewohnte Form anknüpfen. Die Mannschaft erkämpfte damit leider, trotz hohem kämpferischem Einsatz und guter Leistungen aller Schützen, nur einen 6. Platz.
Im Schießsport ist oft die Tagesform entscheidend und dies ist wohl auch das Schöne am Sport im Allgemeinen, dass nur der wirklich Beste gewinnt.
Auch wenn wir, im Gegensatz zum Vorjahr, nur einen Pokal mit nach Hause nehmen konnten, wird es uns sicher nicht davon abhalten, im nächsten Jahr wieder in Wittenberge den sportlichen Wettstreit zu suchen.
Gegen Mittag traten wir dann am Sonntag wieder die lange Heimreise an, traditionell verbunden mit einem Abstecher in Tangermünde. Seltsamerweise herrscht in diesem Städtchen immer ein angenehmes Wetter, wenn wir dort auf unserer Rückreise einen Zwischenstopp einlegen. So konnten wir an der Elbpromenade einige warme Sonnenstrahlen genießen, bevor es nonstop in das nasskalte Suhl bis zum Schießsportzentrum Suhl-Friedberg zurück ging.
Dort gut angekommen bedankten sich alle Teilnehmer mit einem herzlichen und kurzen Applaus beim "Kutscher" und Organisator dieser Wettkampftour, welchen dieser gerne zur Kenntnis nahm.
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